Hintergrundinformation zum Gastvortrag vom Ronald J. Brogan, Chief of the New York City Bureau of D.A.R.E. America
Innsbruck, am 30.03.2001
CLUB DRUGS NOT ONLY AT CLUBS:
The work of the police in combating the new synthtic drugs.
Die Rolle der Exekutive bei der Bekämpfung der neuen synthetischen Drogen.
Drogen im Straßenverkehr SUPRO - Für ein Leben ohne Drogen
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Todesdroge GHB TT-Artikel vom 31.03.01

D.A.R.E. und wie es funktioniert

Ecstasy - die Pest in den USA

DROGEN - BILANZ

Die Zahl der Drogensüchtigen in der Europäischen Union ist mit 1,5 Millionen stabil geblieben, doch haben sich die Suchtgewohnheiten der jungen Erwachsenen geändert. Die EU-Drogenbeobachtungsstelle in Lissabon stellt neben der herkömmlichen Heroinabhängigkeit einen wachsenden Mischkonsum von Kokain mit Alkohol, von Amphetaminen, Ecstasy und Medikamenten sowie einen starken Cannabis-Konsum fest.

In dem Jahresbericht zieht die Agentur die Bilanz, dass Heroinkonsum in der EU-Be­völkerung keine große Rolle spiele. Doch bereite der Freizeitkonsum von legalen und illegalen Drogen unter Jugendlichen, vor allem in der Ecstasy- und Rave-Szene, Anlass zur Sorge.

Der Anteil der Süchtigen an der Bevölke­rung liegt in Deutschland, Finnland, Schwe­den und den Niederlanden mit zwei von tausend Einwohnern im Alter von 15 bis 64 Jahren am niedrigsten. Den höchsten Anteil verzeichnet Luxemburg mit sieben Promille, gefolgt von Italien mit sechs Promille sowie Großbritannien und Spanien mit fünf Promille.

Mit Heroin kommen dem Bericht zufolge nur ein bis zwei Prozent der jungen Erwachsenen in der EU in Kontakt.

Auch der Anteil der Heroinsüchtigen, die sich in Therapie begeben, werden immer geringer im Vergleich zu den vor allem jugendlichen Kokain- und Cannabiskonsumenten, die in Behandlung aufgenommen würden. Risikogruppen für Suchtverhalten sind unter anderen obdachlose Jugendliche, straffällig gewordene Jugendliche, weibliche Häftlinge und Prostituierte. Bei Schülern notiert die Drogen-Beobachtungsstelle einen Hang zum Konsum flüchtiger Substanzen wie Lösungsmittel, Benzin und Klebstoffe.

45 Millionen Europäer und damit jeder fünfte hat Cannabis wenig­stens einmal probiert. Rund ein bis sechs Prozent der EU-Bürger zwischen 16 und 34 und ein bis zwei Prozent der Schüler haben bereits einmal Kokain genommen. „Höhere Konsumraten lassen sich unter gesellschaftlich erfolgreichen, berufstätigen jungen Erwachsenen unter der städtischen Bevölkerung beobachten", heißt es in dem Bericht. In Berührung mit Amphetaminen und Ecstasy sind schon ein bis fünf Pro­zent der 16 bis 34-Jährigen in der EU gekommen. Nur in Großbritannien wird die Zahl auf 16 Prozent der jungen Erwachsenen geschätzt. Diese Drogen würden „tendenziell seltener auf groß angelegten Tanzveranstaltungen und dagegen zunehmend zerstreut in Kneipen und auf privaten Feiern" konsumiert, schreiben die Drogen­beobachter. Besorgnis erregend seien die neurologischen Schäden infolge eines er­höhten Konsums von Ecstasy.

Zum Tod führt die Sucht meist nur bei lang­jährigen Heroinabhängigen, die sich ihr Rauschmittel spritzen, stellen die Autoren der Studie fest. Während die Zahl der drogenbedingten Todesfälle in Frankreich, Deutschland, Spanien und Österreich stabil bis rückläufig sei, verzeichneten Grie­chenland, Irland und Portugal einen deutli­chen Anstieg. In Schweden und Großbritannien, wo die Zahl der Drogentoten ohnehin hoch sei, stieg sie seit den frühen 90er Jahren weiter an.

In dem Jahresbericht wird auch darauf hingewiesen, dass es nur eine geringe direkte Verbindung zwischen Drogensucht und der nationalen Drogenpolitik gebe. Die Konsumrate sei „in vielen Fällen trotz der un­terschiedlich liberalen beziehungsweise restriktiven Politik in einzelnen Mitgliedstaaten ähnlich - und häufig relativ niedrig". Was sich eher auswirke, sei die Verfügbarkeit von Drogen und geringe Preise, wenn ein Land beispielsweise auf einer Route des Drogenhandels liege.

Auszug aus der neuen IPA Broschüre DROGEN für Eltern und Erziehungsberechtigte

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